Zwei weitere wichtige Einflussfaktoren, die die Funktion und damit die Form bestimmen:
Die Position des Verteidigers und die Bewegung des eigenen Körpers.
Der Wurf muss so erfolgen, dass er nicht vom Verteidiger abgeblockt werden kann.
Das bedeutet, er muss entweder so schnell abgeworfen werden, dass der Verteidiger nicht rechtzeitig reagieren oder den Abstand zum Werfer verkürzen kann. Oder er wird so hoch abgeworfen, dass der Verteidiger die Hand nicht in die Flugkurve bringen kann.
Das heißt: Im Optimalfall muss der Wurf möglichst wenig Zeit und wenig Raum benötigen, um geworfen werden zu können, sodass mehr Wurfoptionen bestehen.
Es geht also nicht um die richtige Technik, sondern vielmehr um eine grundlegende Wurfstrategie, aus der sich eine Technik heraus entwickelt.
Damit einhergehend kommt der zweite Einflussfaktor zum Tragen, besonders wenn die Verteidigung organisierter wird. Um eine Wurfoption zu erspielen oder zu nutzen, wird der Werfer zunehmend aus der Bewegung werfen müssen. Entweder aus dem Drive mit Dribbling, nach einem indirekten Block, oder aus einer Rotationsbewegung als Konterbewegung.
Die zusätzliche Aufgabe besteht nun also darin, das eigene Momentum, die Bewegung im Raum mit einzuberechnen und dennoch den Ball so kontrollieren und stabilisieren zu können, dass in der Abwurfbewegung möglichst wenig Fehler auftreten, da die Kraftübertragung auf den Ball optimal gesichert ist.
Schaut man sich sehr gute Werfer an, so unterscheiden sich ihre Würfe, je nach Situation, aus der sie werfen. Ist der Verteidiger näher, werfen sie aus höherer Position. Sind sie frei, haben Zeit und sind weiter weg vom Korb, wird der Wurfansatz wahrscheinlich tiefer sein.
Als Beispiel sehen wir zwei Bilder von Alec Peter, dem wohl besten Pure-Shooter in Europa zurzeit. Im ersten Bild wirft er im Trainings-Setting, also ohne Gegenspieler, etwa von der Dreierlinie.